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Fachkräfteaustausch

2002: Fachkräfteaustausch

Oktober 21, 2002, Author: KNNKT

Ende August besuchte eine Delegation mit 5 Personen auf Einladung des Paritätischen Wohlfahrtsverbandes, der Berliner Lebenshilfe e.V., der Mosaik-Services Integrationsgesellschaft und der Nordberliner Werkgemeinschaft gGmbH Berlin. Betreut wurde die Delegation von Herrn Vogel und Frau Kathrin Lindstaedt, beide Mitarbeiter der Fachlichen Koordinierungsstelle.

Auf dem Programm standen Besuche in Einrichtungen der Berliner Behindertenhilfe. Zum Programm gehörten Besuche von Werkstätten für Behinderte, Sonder- und Integrationsschulen, der Besichtigung eines Werkstattprojektes auf einem Bauernhof, der Mosaik GmbH in Kuhhorst (Brandenburg) und ein Arbeitstreffen bei der Integra. Die beiden Geschäftsführer Karl Bubenheimer und Berndt Maier begrüßten die Gäste und erläuterten, die Produktionszweige der Firma. Fragen der Finanzierung und der Organisation von Integrationsfirmen standen im Vordergrund. Herr Bubenheimer berichtete, dass es sowohl ein Netzwerk Berliner Integrationsfirmen als auch ein Netzwerk deutscher und europäischer Integrationsfirmen gibt. Den Abschluss der Gesprächsrunde bildete ein Rundgang durch die Firma, um den Gästen die praktische Arbeit der Mitarbeiter zu vermitteln.

Die Schwerpunkte des Erfahrungsaustausches in Berlin bezogen sich auf Werkstätten und Integrationsunternehmen sowie auf „Inklusion“ in Kindertagesstätten und Schulen. Im Rahmenprogramm waren auch Beiträge zu Erfahrungen der beteiligten Organisationen mit internationaler Entwicklungszusammenarbeit vorgesehen.

Im November 2002 folgte ein Besuch von Donald Vogel, der Koordinator für die Sozialpädiatrischen Zentren in Berlin, bei einer internationalen Tagung in Kapstadt. Es entstand ein enger Kontakt zu der Organisation „Cape Mental Health Society“, die im Großraum der südafrikanischen Metropole rund zwölf Einrichtungen für Menschen mit geistiger Behinderung betreibt. Trotz der unterschiedlichen gesellschaftlichen Rahmenbedingungen und der räumlichen Distanz zeigten sich schnell viele Gemeinsamkeiten zwischen Cape Mental Health und Berliner Behinderteneinrichtungen.

Außerdem haben im Herbst 2002 zwei Betreuerinnen von Cape Mental Health, der südafrikanischen Behinderteneinrichtung in Kapstadt, ein Praktikum in der Behinderten-Einrichtung in St. Martin absolviert. Die Kontakte sind durch die inzwischen dritte Maßnahme dieser Art sehr intensiv und vielversprechend geworden. Die Praktika waren auf beiden Seiten für die Teilnehmer sehr motivierend und haben dazu beigetragen, den partnerschaftlichen Austausch zum Wohle der anvertrauten Menschen mit Behinderungen fortzusetzen. St. Martin, Düngenheim und das DJH sind weiterhin bereit, südafrikanische Fachkräfte aufzunehmen und zu betreuen und einen Kurzaufenthalt mit einer Behindertengruppe in einer Jugendherberge zu unterstützen.